Herr Schleinig

Soundtrack

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Musik kann ein Weichspüler sein, der alles etwas leichter erscheinen lassen. Stehe ich in der U-Bahn, ölt jede ihrer Textzeilen meinen Tag, nimmt die Reibung aus dem, was sich Leben nennt. Ihre Musiker sind die größten Sklaven ihrer Kunst und gleichzeitig ihre größten „Leidwesen“. Loser und Chaoten füllen ihre Songs mit Leben, bilden die Schnittmenge für Identifikation – wir sind erschüttert, wenn ihre liedliche Weisheit wie ein Kleid über uns gestülpt werden kann und plötzlich erkennen wir: Es passt.

Und meistens steht es uns gut, das Kleid aus Leid, Klage, Verdrossenheit, Ablehnung, Schmach, Sehnsucht, Müdigkeit, Einsamkeit, Dissidenz, Abnormität, Undankbarkeit, Verlust, Schmerz… Aber doch auch die Broschen aus Stärke, Lust und vielleicht auch mal glücklichen Tagen. Alles ein Summenspiel und Lebendigkeit als Ergebnis. Die Rechnung geht auf.

1. TV on the Radio, Killer Crane
2. The National, Lemonworld
3. Wolfgang Müller, Unterschiedlich schwer
4. Gisbert zu Knyphausen, Morsches Holz
5. William Fitzsimmons, Fade and then return
6. Madrugada, Step into the room and dance for me
7. Dredg, Lechium
8. John Mellencamp, Love at first sight
9. Motorpsycho, The 29th Bulletin
10. Audioslave, I am the highway

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